Wenn jemand hierzu noch weiteres Material findet, wäre ich sehr dankbar für einen Hinweis.
Sprache
Die Piktogramme der Asiaten sind Symbole, die sich auf Sachverhalte oder das Gemeinte beziehen. Diese Symbole haben Referenz zu dem, was man aussagen will. Sie sprechen die rechte Gehirnhälfte an. Wir [die Europäer] hingegen bilden Wörter und Sätze aus abstrakten Zeichen... Abstrakte Symbole aber sprechen die linke Gehirnhälfte an.
Pilters M., ZDF, 2002: Am Anfang steht das Wort - vernetzt weltweit und hautnah. Frauentag im Erzbistum Hamburg, 21. 9.2002.
Nishiwaki Yasushi berichtet von Untersuchungen, die 1972 an Westeuropäern, Japanern, Polynesiern und anderen Asiaten durchgeführt wurden und erstaunliche Ergebnisse erbrachten: Bei Japanern und Polynesiern ergaben sich andere Gehirn-Häften-Dominanzen als bei den anderen: Sie zeigten „Links-Gehirn-Dominanz sowohl für Vokale und Silben und Rechts-Gehirn-Dominanz für reine Töne“ . Wenn Japaner in USA mit Englisch aufgewachsen waren, zeigten sie nicht das japanische Dominanzmuster, das aber zeigten Nichtjapaner, die in Japan mit Japanisch aufgewachsen waren. Yasushi deutet als entscheidende Bedingung „die täglich gehörte und gesprochene Muttersprache“. Er geht davon aus, dass die Dominanz der Hirnhälften festgelegt wird durch die Art der Sprache und was die Menschen bei ihrem Gebrauch empfinden.
Begemann E. 1999: Menschen denken und handeln mit Gefühlen. Zur Revision der Trennung von Gefühlen (Emotionen), Kognitionen und motorischen Aktivitäten. Orientierungen und Grundlagen. Erweiterter Text für einen Vortrag auf dem 13. Internationalen und interdisziplinären Marianne Frostig-Kongreß am 12./13. November 1999 im Zentrum für Körperbehinderte, Würzburg-Heuchelhof.
Musik
Im Rahmen eines Forschungsprojekts (Wieser H.G. 1987: Musik und Gehirn, 153-162), an dem sich europäische, japanische und US-amerikanische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beteiligten, wurde festgestellt, dass Einwohnerinnen und Einwohner Europas und der USA Musik im rechten Schläfenlappen verarbeiten, der auch über Verbindungen mit dem Gefühlsleben verfügt, während die Musik bei traditionell enkultierten Japanern und Polynediern in die linke Gehirnhälfte und in eine Region nahe dem Zentrum für mathematische Fähigkeiten weitergeleitet wird.
Assimilieren sich hingegen Angehörige der genannten Völker an die von den Weißen geprägte Kultur der USA, übernehmen sie die Muiskverarbeitung im rechten Schläfenlappen.
Hendler M. 2003: Musikästhetik und Grenzen im Kopf. Die politischen Konsequenzen des Gefühlskults in der Musik. Kaser K., Gramshammer-Hohl D., Pichler R. (Hg.): Europa und die Grenzen im Kopf. Klagenfurt, 427-448 (= Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens 11).
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